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Künstliche Intelligenz

Die Künstliche Intelligenz ist ein Bereich, der sich mit verschiedenen Teilgebieten der Psychologie, Neurologie, Philosophie und Informatik überschneidet. Uwe Schneider definiert in seinem Taschenbuch der Informatik den Gegenstand der Künstlichen Intelligenz als „die Untersuchung intelligenten Verhaltens und dessen Implementierung auf Computern.“[1] Die Wissenschaft möchte in erster Linie intelligentes Verhalten besser verstehen, um es dann auf technische Konstruktionen anzuwenden. So besteht inzwischen Einigkeit darüber, dass die Intelligenz die Merkmale der Lernfähigkeit, der Fertigkeit zu logischen Schlussfolgerungen, der Planungs- und Problemlösungsfähigkeit, sowie der motorischen Intelligenz  aufweist. Wenn ein Roboter also einmal diese Eigenschaften hat, dann stellt er ein intelligentes Wesen dar. Kurios ist, dass ein Forscher, der sich mit künstlicher Intelligenz beschäftigt, meint, Roboter seien die besseren Sexpartner. Man hört ja bereits einiges über sog. Cybersex, was soviel bedeutet, wie Sex per Chat – also über das geschriebene Wort. Zuvor entdeckte man den Telefonsex, welchen auch einige Agenturen für teure Erotikgespräche für sich nutzen. Aber der Sex mit Computern bzw. Maschinen steht noch in den Kinderschuhen. Wenn der Forschungsstand der technischen Entwicklung so weit ist, dass Roboter menschenähnliche Eigenschaften aufweisen, könnten Androiden entwickelt werden. Zum Beispiel gibt es auf dem Markt bereits einen Roboterhund von Sony namens Aibo, der eine große Anziehungskraft auf Kinder entfaltet. Darin liegt der Beweis, dass auch zu einem künstlichen Haustier ein Gefühl entwickelt werden kann. Zudem nutzen Frauen häufig auch Vibratoren zur Stimulation und Männer verwenden Gummipuppen. Aus einem japanischen Mythos geht hervor, dass eine künstliche Frau namens Vulva als Frauenersatz geschaffen wurde. Es handelte sich um eine Art Kissen mit einem Loch in der Mitte. Weiterhin nahmen Holländer auf ihre Seereisen Lederpuppen mit ins Bett, die als holländische Ehefrauen bezeichnet werden. Der Bedarf nach einem Ersatz für eine fehlende Partnerin oder einem fehlenden Partner ist somit vorhanden. In den USA gibt es bereits eine Firma die naturgetreue Sexpuppen herstellt. Diese Firma mit dem Namen RealDoll produziert die weiblichen Sexpuppen mit sog. Vergnügungsportalen und die männlichen Puppen mit einem Genital. Es gibt sogar eine Puppe mit Analeingang. Die Frage ist, ob solche Puppen in höherwertiger technischer Form und mit menschenähnlichen Eigenschaften tatsächlich einen Liebespartner ersetzen können. Für den amerikanischen Forscher David Levy meint, es wäre lediglich eine Frage der Zeit, bis Roboter auch Gefühle der Anteilnahme, des Humors, oder der Liebe erwidern können. Dies kann erreicht werden, indem der Roboter den Menschen und seine Verhaltensweisen beobachtet und die Verhaltensweisen nachahmt. Auf diese Weise wird ein Lernprozess entwickelt, welcher zu einem menschenähnlichen Verhalten führen kann. Ein Roboter als Partner hätte die Vorteile, dass er nicht fremd geht, keine psychischen Störungen hat, nicht altert und nicht stirbt. Es wäre sogar möglich die komplette „Persönlichkeit“ auf einer Festplatte zu speichern, die nach Belieben auch in andere Roboter eingesetzt werden kann.  Beim Sex wäre es überaus angenehm, wenn der Roboterpartner viel Geduld mitbringt und nie erwidern kann, er hätte keine Lust. Techniken für den Geschlechtsakt könnten einprogrammiert sein. Das Szenario klingt erschreckend und schockierend. Der Mensch müsste ja sehr egoistisch sein, wenn es ihm besser gefällt einen Roboterpartner zu haben, als einen richtigen Partner. Es erscheint durchaus wahrscheinlich, dass man Androiden entwickelt, um sie als Haushaltshilfen, Babysitter, Arbeitskräfte oder für das Militär einzusetzen. Aber dass sie als Sexual- Partner eingesetzt werden könnten, darauf muss man erstmal kommen. Es ist wahr, Pornos werden gut nachgefragt, auch Gummipuppen und andere künstliche Hilfsmittel werden gekauft und verwendet.
Auf die Veränderung der Welt mit dem Eintreten dieses Szenarios bleibt man gespannt. 


Zitat:
1.Schneider, Uwe / Werner, Dieter: Taschenbuch der Informatik, München, 2007, S. 618.
Literatur:
1.Bethge, Philip: „Liebhaber mit Platine“ in „Der Spiegel“, Ausgabe Nr. 50 vom 10.12.2007, S. 154 – 156. (Grundlage ist das Buch „Love and Sex with Robots. The Evolution of Human-Robot Relationships“ von David Levy, Haper Verlag, New York.).
2. Schneider, Uwe / Werner, Dieter: Taschenbuch der Informatik, München, 2007


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