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Computerspiele

Eine der liebsten Beschäftigungen von vielen Jugendlichen – aber auch einigen Erwachsenen – sind die Computerspiele. Als Computerspiele werden alle Programme definiert, die hauptsächlich der Unterhaltung dienen und am PC oder auf Spielkonsolen gespielt werden können. Die Steuerung der PC-Spiele erfolgt über die Tastatur, mit der Maus oder Joystick.
Laut KIM-Studie sind Computerspiele die am häufigsten ausgeübte Tätigkeit am Computer bei den Kindern – so spielen 14% jeden Tag, 43% ein oder mehrmals pro Woche. Wenn bei den jüngsten Kindern das Prozent der regelmäßig am Computer spielenden Kinder noch nicht so hoch ist (ein Drittel), steigt dieser Anteil mit zunehmendem Alter bereits bei den 13-jährigen auf 70%.
Nach der zugrunde liegenden Spielidee werden verschiedene Genres von Spielen unterschieden: Arcade-Spiele, die in ihrem Aufbau den Spiele aus den Spielautomaten ähneln und bei welchen Geschicklichkeit und Geschwindigkeit gefragt sind, die Geschicklichkeitsspiele, bei deren die Koordination von Augen und Händen in Mittelpunkt steht, die Jump-and-Run-Spiele, auf Deutsch „spring und lauf“- Spiele, deren beliebtester Vertreter der „Super Mario“ ist. Die Umfrage zeigt, dass die Jump-and-Run-Spiele besonders bei den Mädchen beliebt sind. Bei den  Adventure-Spielen, kann der Spieler in der Rolle einer Spielfigur die Handlung mitgestalten, indem er geheimnisvolle Gegenstände findet und Rätsel löst, die ihn weiter bringen. Bei den Rollenspielen geht es in der ersten Linie nicht um das Erreichen eines Ziels, sondern um die Entwicklung der Charaktere, wobei die Rollenspiele in vieler Hinsicht mit den Adventure-Spielen verwandt sind. Bei den Strategiespielen „dirigiert“ der Spieler das Geschehene distanziert, das zeigt sich auch in der Bildperspektive, die oft als eine Karte dargestellt wird. Bei den Simulationsspielen ist die strategische Vorgehensweise eins der grundliegenden Prinzipien. Sehr erfolgreiches Beispiel für die Simulationsspiele ist das Spiel „Die Sims“. Laut Umfrage von KIM-Studie sind die Strategie- und Simulationsspiele mit Abstand die beliebtesten Computerspiele bei den Kinder und Jugendlichen bis 13 Jahre. Die Ego-Shooter-Spiele stellen eine besonders gewalttätige Spielklasse der Aktion-Spiele dar, der Inhaltsfaden dieser Spiele ist meist gleich: als eine bewaffnete Spielfigur läuft der Spieler durch die Gegend und schießt auf jeden sichtbaren Computergegner. Die Sport- und Rennspiele befriedigen bei den Jugendlichen den Wunsch, schneller und besser zu sein, als die anderen. Zu den Sportspielen zählen unterschiedliche Arte von Autorennen oder Fußballsimulationen.
Die Computerspiele werden in unterschiedlichen Modi gespielt. Am häufigsten zu treffen ist der Einzelspielermodus, wenn  der Spielpartner oder Gegner der Computer ist. Bei dem Mehrspielermodus können mehrere Spieler gleichzeitig am gleichen Computer oder vernetzten Rechnern gegen- oder miteinander spielen. Der Spielverlauf hängt in diesem Falle nicht alleine vom programmierten Computer, sondern von den Aktionen der Spieler ab. Eine weitere Möglichkeit bieten die Onlinespiele. Der Spieler befindet sich zu Hause und kommuniziert per Internet mit den anderen Spielern, wobei das Spiel selber auf einem Server verläuft. Diese Art des Spiels gilt als am meisten gefährliche – dem Kind ist klar, dass das Spiel auch ohne ihn weiterläuft, wenn er offline ist, deshalb spielt man in der Regel so lange wie nur möglich ist. Diese Spielform hat ein hohes Suchtpotenzial.


Quellen:

  1. Brockhaus Enzyklopädie in 30 Bd., 21. Völlig neu bearbeitete Auflage, 2006: B.6,  S. 27-30 „Computerspiel“
KIM-Studie 2005: Kinder und Medien, Computer und Internet. Basisuntersuchung zum Medienumgang 6- bis 13-jährige in Deutschland. Hg. Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest. Stuttgart, 2006, aufrufbar unter: http://www.mpfs.de/fileadmin/Studien/KIM05.pdf

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