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Die Bedeutung des Computers für die Gesellschaft

Die Erfindung und Entwicklung des Computers brachte einen rasch fortschreitenden technologischen und gesellschaftlichen Fortschritt mit sich. War der Grundstein mit der Idee für  elektronische Dateninformationssysteme erst einmal gelegt, war die Entwicklung in allen Technologischen Bereichen nicht mehr aufzuhalten. Der erste automatische Rechenautomat wurde 1935 von einem deutschen Bauingenieur namens Konrad Zuse kreiert. Seit dieser Zeit haben die Technologien der Informatik eine wesentliche Rolle im menschlichen Alltag gespielt. Mittlerweile ist der Anteil an dem Gebrauch von Informationssystemen so überwiegend, dass man unsere Gesellschaft auch als Informationsgesellschaft bezeichnet. Die Lehre, die sich mit der technischen Anwendung von Datenverarbeitungssystemen befasst, ist die Informatik. Diese basiert zum einen auf Informationen und zum anderen auf einen Kommunikationsprozess. Computer sind für viele wirtschaftliche Abläufe unentbehrlich geworden, sie werden in der Wirtschaft, Verwaltung, in der Produktionsindustrie und in Technischen Geräten verwendet. Fast jeder Haushalt besitzt mindestens einen PC, viele verfügen auch über einen Internetzugang. Der Computer an sich hat also viel in der Gesellschaft und ihrer Kultur verändert. Ob diese Veränderung durchweg positiv zu beurteilen ist, darüber lässt sich streiten. Der Mensch ist so veranlagt, dass er sich daran gewöhnt, Gegenstände und Mittel zu gebrauchen, die ihm bequem und schnell zu Hand sind. Der Mensch ist in seinem Handlungsspielraum physisch als auch psychisch beschränkt. Er kann eben nicht innerhalb eines Tages nach China und zurück und kann auch nicht zu viele Reize auf einmal verarbeiten. Ursprünglich funktioniert der Mensch nach dem biologischen Prinzip: Reiz > Reaktion bzw. Handlung. In unserer heutigen Informationsgesellschaft wird der Mensch mit vielen verschiedenen Reizen in kürzester Zeit überflutet. Das stresst ihn, da er die Reize nicht alle herausfiltern kann. Zudem bleibt die Reaktion aus, da man lediglich passiv die Informationen wahrnimmt und verarbeitet. Der Mensch bleibt weiterhin auf seinen Handlungsspielraum begrenzt und ist nicht in der Lage mit der Informationsflut korrekt umzugehen. Da die Reaktion ausbleibt, muss der Reiz später in anderer Form wieder kompensiert werden. Dies ist ein Grund dafür, dass man davon ausgeht, dass Kinder die gewaltverherrlichende Computerspiele spielen, später auch zu gewalttätigem Verhalten neigen. Informationen stürzen auf den Menschen ein und setzten sich im Bewusstsein fest. Man könnte auch die wachsenden Fälle von Konzentrationsschwierigkeiten bei Kindern damit begründen. Der Trend führt zu einer alles beherrschenden Präsenz des Computers. Weiterhin wird das Objekt Computer Teil eines weltumspannenden Datennetzes sein. Bereits jetzt haben wir die digitale Globalisierung erreicht und können per World Wide Web auf Webseiten und Informationen eines jeden Landes zugreifen. Diese Datennetz wird auch zukünftig noch einen wichtigen Platz in der Globalisierung  von Wirtschaft und Kultur einnehmen. Schließlich wird die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine noch einen enormen Wandel vollziehen. Während wir nun noch auf die Tastatur hauen, werden wir bald per Stimme den PC steuern können und später sogar mit vollem Körpereinsatz und Bewegungen über das Cyberspace mit dem Computer verbunden sein. Einen Schritt in diese Richtung macht die neue Spielkonsole Nintendo Wii, bei der man nicht mehr auf dem verkabelten Controller angewiesen ist, sondern durch die eigene Körperbewegung die Spiele steuern kann. Es ist in dieser Richtung keine Grenze in Aussicht, da die Forschungen auch bezüglich der künstlichen Intelligenz auf dem Vormarsch ist. Die Menschheit ist dabei sich eine digitale Umwelt im Rahmen eines globalen Datennetzes zu erschaffen. Für den Menschen an sich stellt das eine sehr unnatürliche Umgebung dar, die für seine Konstitution nicht geeignet ist. Zudem gehen persönliche soziale Kontakte und handwerkliche, sowie motorische Fertigkeiten verloren. Auch der allseits bemerkte Bewegungsmangel geht auf die gesellschaftliche Veränderung durch die Technologisierung hervor. Entfernungen haben für den Menschen keine örtliche Distanz mehr. So beschränkt sich das Leben bzw. Erleben des Individuums bald auf die Weite der globalen Vernetzung. Unsere Lebenswelt spielt sich in der künstlichen, virtuellen Natur ab, was dazu führt, dass sich das Individuum von sich selbst entfremdet. Bereits jetzt haben sich einige Menschen zu sehr auf die virtuelle Realität fixiert und den Bezug zum normalen, fleischlichen Alltag verloren. Gerade in Internet spielen wie „Second Life“ oder „World of Warcraft“ verlieren sich die Individuen und erfinden für sich eine neue virtuelle Identität. Weiterhin geht mit der zunehmenden Datenvernetzung auch eine Sicherheitsgefahr einher. Man wird zum transparenten Menschen, weil immer mehr eigener sensibler Daten über Datennetze aufgreifbar sind. Es gilt also den Menschen zu einem souveränen Endverbraucher zu erziehen, der sich nicht mit dem Computerzeitalter überfordert fühlt, sondern kompetent mit der Informationsflut umgehen kann.


Literatur:
1.Schneider, Uwe / Werner, Dieter: Taschenbuch der Informatik, München, 2007.
2.Safranski, Rüdiger: Wieviel Globalisierung verträgt der Mensch, München, 2003.
3.Henning, Peter A.: Taschenbuch Multimedia, München, 2007


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