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Kredite

Es gibt vielleicht kaum einen Menschen, der in seinem Leben – ob bei einer Bank oder einem privaten Bekannten – noch keinen Kredit aufgenommen hätte. Ob mit dem Zweck, ein schöneres und moderneres Auto anzuschaffen, oder zur Baufinanzierung, oder aber um einfach die schweren Zeiten durchzustehen, über die Runden zu kommen – man braucht hin und wieder finanzielle Unterstützung. Und wenn es in den vergangenen Jahrhunderten schwer war, an einen Kredit zu kommen – man musste ja in der Regel mit einem geldgierigen Pfandleiher zu tun haben, sind die Kredite in unserer Zeit gesetzlich geregelt und stellen einen alltäglichen und absolut gewöhnlichen Teil der Bankgeschäfte dar. Heute kann fast jeder einen Kredit bekommen – vorausgesetzt der Kreditnehmer kann beweisen, dass er das Ausgeliehene im Rahmen eines bestimmten Zeitraums zurückzahlen kann.
Der Begriff „Kredit“ kommt aus dem Lateinischen „creditum“,  was so viel heißt, wie „auf Treu und Glauben Anvertrautes“1, ein Kredit ist demnach also eine „zeitlich begrenzte Überlassung von Geld und Sachgütern an Privatpersonen oder Unternehmen,“2 im wirtschaftlichen Sinne ein Tausch von Gegenwartsgüter gegen Zukunftsgüter zwischen einem Gläubiger (einem Kreditgeber) und einem Schuldner (einem Kreditnehmer). Ein Kredit kann entgeltlich (mit den zu bezahlenden Zinsen) oder unentgeltlich, zinsfrei vergeben werden. Eine Rechtsgrundlage für einen Kredit ist in der Regel ein Vertrag (z.B. Darlehensvertrag), in dem sich der Kreditgeber bereit erklärt, dem Kreditnehmer zu einem bestimmten Zeitpunkt eine bestimmte Geldsumme zur Verfügung zu stellen, wobei die Kreditbedingungen vereinbart werden – wie lange die Kreditsumme zinsfrei zu behalten ist, wann die ersten Ratezahlungen fällig werden, wie lang die Laufzeit ist und wie hoch die Zinsen, Gebühren, Provisionskosten etc. sind. Der Kreditnehmer erklärt sich einverstanden, die Kreditbedingungen zu erfüllen und die rechtzeitige Rückzahlung zu gewährleisten.
Kreditarten
Obwohl einem Uneingeweihtem das Prozedere ganz schlicht zu sein scheint, weiß ein Experte, dass ein Kredit dem anderen nie gleich ist und dass es immer auf die Kreditlinien ankommt. Es gibt viele verschiedene Kreditarten, die nach Kriterien wie Verwendung, Laufzeit, Besicherung oder den am Kredit beteiligten Partnern  zu unterscheiden sind.
So unterscheidet man nach Verwendung einmaleinen Konsumtivkredit, auch Konsumentenkredit genannt (er soll der Anschaffung von Gütern der unmittelbaren Bedürfnisbefriedigung dienen)  und einen Produktivkredit, auch Produzentenkredit (er wird für die Erstellung und den Betrieb von Produktionsanlagen aufgenommen). Zusätzlich unterscheidet man unter Produzentenkrediten Investitionskredite für langfristige Anlagen, Betriebskredite, die i.d.R. zur Beschaffung der Betriebsmittel oder zur Gehaltzahlung dienen, und Überbrückungskredite – unter anderem für plötzlich angetretene finanzielle Schwierigkeiten.
Nach Laufzeit  unterschieden, gibt es kurzfristige, mittelfristige und langfristige Kredite, wobei bei den kurzfristigen Krediten die Laufzeit bis zu einem Jahr betragen kann, bei den mittelfristigen kann der Kreditnehmer mit einer Laufzeit von bis zu vier Jahren rechnen und als langfristige Kredite gelten diejenige, die vier Jahre und mehr laufen.
Das nächste Anordnungskriterium ist die Besicherung. Hier spricht man über Realkredite, die „durch ein Grundpfandrecht nach Maßgabe §§6ff. Hypothekenbank-Gesetz in der Fassung vom 9.9. 1998 abgesichert sind“, über Kommunalkredite, die an (Bundes)Länder, Städte, Gemeinden, Kreise etc. oder auch an Anstalten und Körperschaften des öffentlichen Rechts vergeben werden. Des Weiteren unterscheidet man  Personalkredite, die weder zu Realkrediten noch zu Kommunalkrediten zählen können.
Nach Form der Kreditgewährung unterscheidet man einmal unverbriefte, die über Konten abgewickelte,  und verbriefte Kredite (beispielsweise Schuldscheindarlehen oder Schuldverschreibung).
Ein weiteres Kriterium sind die Partner des Kreditverhältnisses: es gibt private Kredite, die zwischen Privatleuten abgewickelt werden, öffentliche Kredite, bei deren Aufnahme mindestens ein öffentlicher Haushalt beteiligt ist, Inlandskredite und  Auslandskredite, die dem Namen entsprechend, entweder im In- oder Ausland gewährt werden.


Anmerkungen:

1 Definition aus: DUDEN. Deutschen Universalwörterbuch, 6. Überarbeitete und erweiterte Auflage, 2006
2 Zitat aus: Brockhaus Enzyklopädie, „Kredit“ (S. Quellenangaben)

Quellen:
Borchert, Manfred: Geld und Kredit, Oldenbourg 2003
Brockhaus-Enzyklopädie in 30 Bd. 21., völlig neu bearbeitete Auflage, 2006: „Darlehen“ B.6, S.289-290, „Kredit“ B. 15, S. 696-701
Falter, Manuel: Die Praxis des Kreditgeschäfts. Deutscher Sparkassenverlag, 16. Auflage, 2004

Schmidt, Hans: Geld, Kredit und Banken, Ein modernes Lehrbuch für Unterricht und Selbststudium. 5. Auflage. Bern/Stuttgart/Wien 2001

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