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Darlehen

Darlehen sind eine der häufigsten Kreditformen. Als Darlehen bezeichnet man einen „schuldrechtlichen Vertrag, aufgrund dessen der Darlehensgeber dem Darlehensnehmer Geld (gemäß §488 Abs.1 BGB) oder andere vertretbare Sachen (§607 Abs. 1 BGB) gegen die Verpflichtung zur Rückerstattung sowie ggf. zur Zahlung des vereinbarten Zinses überlässt“1 Erst im Jahre 2002, durch das Schuldrechtmodernisierungsgesetz, wurde die Unterscheidung zwischen Gelddarlehen und Sachdarlehen eingeführt. Ein wichtiger Unterschied zu Leihe besteht darin, dass bei dem Darlehen der Darlehensempfänger der Eigentümer des Geldes oder der Sachen wird. Er ist nicht verpflichtet, dieselbe Sache zurückzuerstatten, sondern nur die Sache gleicher Art, Güte und Menge. Beim Gelddarlehen ist ein bestimmter Geldbetrag zurückzuzahlen.
Das Darlehen – wie auch jede andere Art von Kredit – kann verzinslich, entgeltlich oder zinslos, unentgeltlich sein. Wann die vollständige Rückerstattung fällig ist, ist von der vertraglichen Vereinbarung abhängig. Der Vertrag kann jederzeit vom Schuldner gekündigt werden, wenn dieser in der Lage ist, den geschuldeten Betrag innerhalb von zwei Wochen nach Wirksamwerden der Kündigung zurückzuzahlen. Ist dies nicht der Fall, gilt die Kündigung als nicht erfolgt. Auch der Darlehensgeber hat einige Möglichkeiten für eine Vertragskündigung, selbst  wenn es nicht so viele sind. So hat der Gläubiger gemäß §490 Abs.1 BGB das Recht, den Vertrag fristlos zu kündigen, wenn „in den Vermögensverhältnissen des Darlehensnehmers oder in der Werthaltigkeit einer für das Darlehen gestellten Sicherheit eine so wesentliche Verschlechterung eintritt oder einzutreten droht, dass der Rückerstattungsanspruch gefährdet wird.“2
Verbraucherdarlehen
Das Verbraucherdarlehen ist eine Form des Darlehens, bei welcher ein entgeltlicher Kreditvertrag zwischen einem Unternehmen und einem privaten Verbraucher geschlossen wird. Die Verbraucherdarlehen sind im BGB seit 2002 geregelt, diese Regelung betrifft keine Sachdarlehen, die so genannten „Bagatellkredite“ (bis ca. 200 €), „Existenzgründungsdarlehen (über 50 000 €), Arbeitsgeberkredite, Kredite einer öffentlich-rechtlichen Anstalt zur Förderung von Wohnungswesen und Städtebau. Der Verbraucherdarlehensvertrag muss in schriftlicher – nicht maschineller – Form geschrieben werden, wobei es eine Reihe von notwendigen Mindestangaben geben muss: so wie den Nettodarlehensbetrag, der effektive Jahreszins, die zu bestellenden Sicherheiten usw. Sollte die Schriftform nicht eingehalten werden oder Mindestangaben fehlen, sind der Verbraucherdarlehensvertrag und die für dessen Abschluss vom Verbraucher erteilte Vollmacht nichtig.
Sollte der Verbraucher mit den geschuldeten Zahlungen in Verzug kommen, wird der geschuldete Betrag (gemäß §497 in Verbindung mit §288 BGB) mit 5% über dem Basiszinssatz verzinst.


Anmerkungen:
1Definition aus: Brockhaus-Enzyklopädie, „Darlehen“ (s. Quellenangaben)
2Ebenda

Quellen:
Brockhaus-Enzyklopädie in 30 Bd. 21., völlig neu bearbeitete Auflage, 2006: „Darlehen“ B.6, S.289-290

Fraga-Novelle, Ana-Maria /Katja Gabius: Praktikerhandbuch Verbraucherdarlehen, Bank-Verlag Medien GmbH, 2006

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