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„Easy-Kredit“: Kredite ohne SCHUFA-Auskunft

Im Fernsehen,   im Internet oder sogar in den Printmedien werben  die Anbieter mit attraktiven Bedingungen für einen Verbraucherkredit, der angeblich ohne aufwendige Antragsstellung und Auskunft durch die SCHUFA zur Auszahlung kommen soll. Die Zahl dieser Angebote wächst unaufhörlich, vor allem durch die Anonymität der neuen Kommunikationskanäle. Die Botschaften vieler dieser Angebote sind nicht nur falsch, sondern in den meisten Fällen irreführend. Mit dem Angebot der sogenannten „SCHUFA-freien“ Kredite werden gerade die Personen angesprochen, die sich aktuell in einer problematischen finanziellen Situation befinden.  Die Kreditsuchenden werden durch eine Fülle relativ kleiner Beträge und Kostenübernahmen systematisch geschädigt. Gleichzeitig wird suggeriert, dass mit einer letzten Unterschrift und Überweisung der Kredit dann zur Auszahlung käme, was im Gegensatz zu den vollmundigen Offerten in den seltensten Fällen geschieht.
Obwohl als „SCHUFA-frei“ bezeichnet, werden auch  in diesem Marktsegment keine Kredite ohne Bonitätsprüfung angeboten. Nach über 130 Testanfragen bei 49 Anbietern wurden lediglich zwei Kreditverträge tatsächlich vermittelt, deren tatsächliche Auszahlung jedoch fraglich bleibt1. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein beantragter Kredit tatsächlich vermittelt und ausgezahlt wird, beträgt weniger als zwei Prozent.
Die Personen, die ein „SCHUFA-freies“ Angebot suchen, werden mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit auf einen unseriös arbeitenden Anbieter stoßen. Die Chance, bei schlechter Bonität oder Überschuldung den gewünschten „SCHUFA-freien“ Kredit tatsächlich zu erhalten, ist unwahrscheinlich gering.
Wenn bei der Arbeit von Kreditvermittler folgende Methoden zu erkennen sind, ist in der Regel keine Kreditvermittlung beabsichtigt. Man muss demnach immer misstrauisch sein, wenn:
Vorabgebühren erhoben werden.
Finanzsanierungs- und Schuldenregulierungsverträge angeboten werden.
Wirtschaftsberatungsverträge in Zusammenhang mit dem Kredit angeboten werden.
Kreditvergabe mit Mitgliedschaften in Vereinen verbunden wird.
Versicherungen zur vermeintlichen Kreditsicherung vertrieben werden.
Beteiligungen an Firmen/Unternehmen veräußert werden.
„Hausfrauenkredite“ unabhängig von der Zustimmung des Ehepartners vermittelt werden.
Beratungsverträge oder Kundenkarten verkauft werden.
Geltend gemachte Auslagen nicht nachgewiesen werden.
„Beratungshotlines“ genutzt werden müssen.
Hausbesuche durchgeführt werden.
Finanzsanierungen durch ein ausländisches Institut erfolgen sollen.


Anmerkungen:
1Alle Daten und Angaben entnommen der „Studie SCHUFA-frei“ (Studie des Rechtsexperten Professor Dr. Hugo Grote, des Schuldnerberaters Christian Maltry und der SCHUFA), s. Quellenangaben

Quellen:

http://www.easycredit.de/

Studie „SCHUFA-frei“: Statt Kredit nur draufgezahlt. Eine Untersuchung zur Verbreitung unseriöser Praktiken bei der Vermittlung von Verbraucherkrediten. SCHUFA Holding AG (Hg.), 2007

Aufgerufen unter: http://www.schufa.de/media/teamwebservices/ unternehmen/downlaods/Studie_SCHUFA-freie_Kredite.pdf

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