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SCHUFA -  Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung

Jeder, der irgendwann einen Kredit bei einer Bank aufgenommen hat, oder sogar mit dem Gedanken gespielt hat, einen Kredit zu nehmen musste früher oder später auf den Ausdruck „SCHUFA-Auskunft“ gestoßen sein. Die SCHUFA wird von einigen als eine höhere Macht, eine Art Orakel empfunden, die Macht, die entscheidet, ob einem ein Kredit zu gewähren ist oder nicht, ob einer auf diese Weise auf Hilfe hoffen kann oder einem nicht geholfen wird.

Das Kerngeschäft der SCHUFA ist die Bereitstellung kreditrelevanter Informationen. Diese Informationen werden an ca. 4.500 Vertragspartnern wie Banken, Sparkassen, Handel und weiteren Branchen als die Grundlage für eine sichere Kreditvergabe erteilt. Für den potenziellen Kreditnehmer bedeutet das eine bequeme und kostengünstige Kreditaufnahme. Der Bestand der SCHUFA umfasst aktuell 433 Millionen Datensätze von 65 Millionen Bürgern. Zu über 93 Prozent der gespeicherten Personen liegen ausschließlich Positivmerkmale vor. Diese zeigen, dass eine Person wirtschaftlich aktiv ist und dabei zuverlässig handelt. Neben den Basisdaten wie Name, Geburtsdatum und Anschrift sind weitergehende Informationen wie Girokonten, Kreditkarten, Handyverträge, Leasingverträge, Kredite und Versandhandelsgeschäfte auf Rechnung vermerkt. Negative Informationen wie ein geplatzter Kredit oder die Abgabe einer Eidesstattlichen Versicherung sind dagegen ein Hinweis auf nicht vertragsgerechtes Verhalten. Kontostände, Einkommen oder Geldanlagen werden nicht gespeichert.1

Die SCHUFA schöpft ihre Ursprünge im Jahre 1927 in Berlin. Ein Unternehmen, die Berliner städtische Elektrizitäts-Aktiengesellschaft (BEWAG), damals ein Stromerzeuger und -verteiler, setzte auf den privaten Verbrauch. Die Bürger hatten zudem die Möglichkeit, auf Raten Staubsauger, Kühlschränke oder Kochplatten bei der BEWAG zu kaufen. Diese Raten wurden von den Stromablesern zusammen mit der Stromrechnung kassiert. Wer sich als präzise und zuverlässig bei den Zahlungen zeigte, profitierte auch beim Ratenkauf der Elektrogeräte: die BEWAG erstellte ein Rückfragesystem auf Grundlage einer Positivliste der regelmäßig zahlenden Kunden. So konnte die Verkaufsabteilung vor einem Vertragsabschluss anfragen, ob bereits Erfahrungswerte zum Zahlungsverhalten eines potenziellen Kunden vorlagen. So begann es: Die "Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung" wurde 1927 als unabhängige Einrichtung in Berlin gegründet. Bereits im Jahre 1929 verfügte die SCHUFA über 1,5 Mio. Karteikarten. 1930 setzte die Idee auch in anderen Bundesländern durch: die SCHUFA Dortmund begann ihre Tätigkeit. In den folgenden Jahren wurden immer mehr Filialen eröffnet. 1952 gründeten die 13 SCHUFA-Gesellschaften mit 34 Niederlassungen die BUNDES-SCHUFA e.V., die seit 1957 ihren Hauptsitz im Wiesbaden hat. Bereits 1954 wurden 2,2 Millionen Auskünfte gegeben. In den 70-gern, mit den ersten EDV-Systemen, begann man auch bei der SCHUFA die elektronische Datenverarbeitung zu benutzen. 2000 erhielt die SCHUFA eine neue Struktur und Ausrichtung: durch die Verschmelzung der Regionalgesellschaften und der BUNDES-SCHUFA e.V. wurde die SCHUFA Holding AG gegründet.

Zur Liste der Aktionäre der SHUFA zählen (laut eigener Darstellung)2: Spezialkreditinstitute mit 34,4%, Sparkassen mit 24,7%, Privatbanken mit 17,9%, Handel und andere Dienstleister mit 15,4%, Genossenschaftsbanken mit 7,6%.

Hier eine Statistik aus den letzten drei Jahren3:

 

 

2005

2006

2007

Datenbestand
Personen zu denen Daten gespeichert sind (Mio.)
Gespeicherte Informationen (Mio.)


63
384


64
407


65
433

Informationsangebot
Auskünfte und Nachmeldungen (Mio.)
Anteil Score (in Verbindung mit Auskünften)

Auskünfte nach Verfahren:
EDV-gestützte Verfahren
manuelle Verfahren

Eigenauskünfte


76,9
53%


99%
1%

1.069.000


82,3
55%


99%
1%

1.172.000


87,2
58%


99%
1%

1.225.000

Geschäftsdaten
Umsatz in T €
Standorte
Mitarbeiter (Jahresende)


73.815
15
709


80.500
15
758


89.124
15
768


Anmerkungen:
1 Alle Daten sind der Internetpräsenz der SCHUFA entnommen: www.schufa.de
2 ebenda
3 ebenda

Quellen:

Becker, Ina: Datenschutzrechtliche Fragen des SCHUFA-Auskunftsverfahrens. Unter besonderer Berücksichtigung des sogenannten "Scorings". Studien zum Zivilrecht, Bd. 28 . Hamburg 2006

http://www.schufa.de/de/home/

https://www.meineschufa.de/

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