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Fluch der Karibik

Der Film Fluch der Karibik war im Sommer 2003 ein großer Erfolg in den Kinos und spielte in kurzer Zeit das Vielfache seines Budgets ein. Daraufhin wurden zwei weitere Folgen geplant. Der letzte derart erfolgreiche Piratenfilm war „Der rote Korsar“ von 1952. Der quirlige Pirat Jack Sparrow, gespielt von Johny Depp, erlebt in drei Teilen des Films „Fluch der Karibik“ rasante und lustige Abenteuer. Fluch der Karibik ist ein Unterhaltungsfilm für die ganze Familie und bietet eine Kombination aus Action, Komödie, Liebesfilm und Fantasy.  Im ersten Teil geht es im Wesentlichen darum, dass Sparrow sein Schiff, die Black Pearl, zurück haben möchte. Sein ehemaliger Maat Barbossa fachte eine Meuterei an und raubte Sparrow die Black Pearl. Von Bedeutung sind dabei noch die Gouverneurstochter Elizabeth Swan und Schwertschmied Will Turner. Will verliebt sich in die schöne Elizabeth, die dann aber von der Crew des Barbossa entführt wird. Sowieso fühlt  sie   sich von ihrem Dasein als Gouverneurstochter gelangweilt und träumt von Abenteuern. Herausforderungen lassen Elizabeth zur Hochform auflaufen. Captain Jack Sparrow und Will Turner machen sich beide auf die Jagd nach der Black Pearl und reisen Barbossa hinterher. Will möchte Elizabeth aus den Fängen der wilden Piratenmeute retten, während Jack Sparrow endlich wieder Captain der Black Pearl sein möchte. Der Commodore Norrington, der ebenfalls hinter die Gouverneurstochter her ist und zusätzlich noch sein Schiff wieder haben möchte, dass Will und Sparrow für die Jagd gestohlen haben, jagd ihnen hinterher. So besteht der mittlere Teil des Films aus einer wilden Verfolgungsjagd auf dem Ozean. Barbossa und seine Crew verfolgen weiterhin noch das Ziel einen Fluch zu brechen, dessen Opfer sie geworden sind. So erhält der Film auch einen mystischen Charakter und bietet alles, was man sich für einen Piratenfilm wünscht. Die Actionkomponenten werden bedient durch zahlreiche Seeschlachten, Degenfechtereien, Schatzsuchen und Rettungen in der letzten Sekunde. Die Special Effects erwecken die verfluchte Piratencrew zu Zombies. Diese Crew der Verfluchten besteht aus Schurken, Taugenichtse, Mörder, Verbrecher, Trunkenbolden und Halunken. Sie gehören verschiedenen Nationen an und sind schon eine lange Zeit auf der Suche nach einem Medaillon, mit dem sie ihren Fluch brechen können. Mit von der Partie ist auch ein dämliches Duo, Pintel und Ragetti, welche ziemlich dumm sind und ständig miteinander Streiten. Am Ende des ersten Teils, sind Will und Elizabeth ein Paar, Jack Sparrow hat seine Black Pearl zurück und die bösen Gruselpiraten sind besiegt. Johnny Depp als Pirat Sparrow ist die tragende Rolle des ganzen Films. Jack Sparrow ist das Zentrum, um das sich die ganze Handlung dreht. Es ist sein stetiger Wunsch Captain der Black Pearl zu sein. Ohne ihn hätte der Film einiges an Glanz eingebüßt. Die schauspielerische Leistung von Johnny Depp ist einfach grandios. Er hat mit der Figur Captain Jack Sparrow einen exzentrischen, einprägsamen Piratencapitain mit hohem Wiedererkennungswert geschaffen. Die Kostümierung mit den bunten Farben und einer leichten Scherpe heben ihn von den anderen Piraten ab. Er ist gewitzt, hat unglaublichen Charme, ist trinkfreudig, klaut ständig Schmuck und reißt mit seiner List schlechte Situationen in erfolgreiche herum. Für Johnny Depp bedeutete es Freiheit den Piraten zu spielen. Die Rolle bietet unheimlich breiten Spielraum, da ein Pirat alles tun kann, was er beliebt. Als Vorbild diente die Zeichentrickfigur Pepe Le Pew, die ein französisches Stinktier darstellt. Zudem vervollständigten ein bisschen Glitter, Goldzähne, Kajal und sehr extrovertierte Gestik die Figur Sparrow. Auf der anderen Seite könnte man Sparrow auch als betrunkene Transvestiten Queen oder tuntigen Paradiesvogel wahrnehmen, und ihn als aufgetakelte Schwuchtel verreißen. Aber gerade der schmale Grad zwischen dem vollwertigen, männlichen, harten Piraten und dem Glamour- Piraten den Johnny Depp verkörpert, bewirkte die übergroße Beliebtheit von Sparrows Piratenfilm. Depp verleiht sich viel Raum, den er würdig einzunehmen versteht. Nicht zuletzt der Wortwitz und die schnellen Dialoge machen den Film neben einem großartigen Depp zu einem sehenswerten Unterhaltungserlebnis. Das offene Ende des dritten Teils lässt auf einen vierten Teil hoffen, indem Sparrow auf die Suche nach dem Quell des Lebens geht.


Literatur:
Platt, Richard / Dakin, Glen: Fluch der Karibik, das große Piratenbuch, Köln, 2007.

Seitz, Alexander: Johnny Depp, ein Porträt, Berlin 2006.

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