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Herr der Ringe

Mit sagenhaften 30 Oscar-Nominierungen, 17 gewonnenen Oscars und einem weltweiten Einspielumsatz von 2,8 Milliarden Doller ist Lord of the Rings (=Herr der Ringe) vom Regisseur Peter Jackson die erfolgreichste Filmtrilogie aller Zeiten. Die grandiose und bildgewaltige Verfilmung von Tolkiens Roman- Triologie Herr der Ringe verschlang ein Budget  von 190 Millionen Dollar. Gedreht wurde in Neuseeland, was aufgrund er fantastischen Landschaft und der vielfältigen Naturlandschaften der Ideale Drehort war. Ab 2002 lief Herr der Ringe in den deutschen Kinos mit großem Erfolg an. Schon aufgrund des Romanerfolges war es nicht überraschend, dass der Film fantastische Besucherzahlen aufweisen würde. Die riesige Fangemeinde erschien in Kostümierungen, mit passenden Accessoires und echter Herr der Ringe Montur in den Kinos.  Tolkien schrieb ganze 13 Jahre an seinem  Fantasy - Epos, welches 1954 – 1955 in englischer Sprache veröffentlicht wurde. Als Meister des Fantasy- Romans erschuf Tolkien eine komplett neue Welt, mit eigenen Regeln, Gestalten und Sprachen. Neben der eigentlichen Geschichte, entwickelte er auch Kartenwerke, Chroniken und Vorgeschichten zu den Hobbits. Alles in allem ein umfangreiches Werk, dass für jeden Filmregisseur eine Herausforderung bedeutet. Die Filmtrilogie  besteht aus drei Teilen, analog zum Roman: der Herr der Ringe: die Gefährten, der Herr der Ringe: Die zwei Türme und der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs. Der erste Teil lief 2001, der zweite 2002 und der dritte Teil 2003 im Kino.Überraschungsdarsteller war der bis dahin noch nicht sehr bekannte Elijah Wood, welcher für seine Rolle als Frodo ein Honorar von drei Millionen US Dollar kassierte. Der Herr der Ringe war bisher sein größter Erfolg im Filmgeschäft. Die Darsteller sind während der Dreharbeiten nicht nur in ihren Rollen sondern auch privat zusammengewachsen. So lässt sich Elijah Wood, wie die anderen Schauspieler der Gefährtengemeinde ebenfalls, die elbische Zahl „9“ auf die rechte Hüfte tätowieren.

Die Geschichte erzählt von einem kleinen Hobbit, namens Frodo Beutlin, der viele Gefahren auf sich nimmt, um am Ende als Held in die Geschichte von Mittelerde einzugehen. Er bekommt von seinem Onkel Bilbo einen Ring geschenkt. Dieser Ring steht im weitern Verlauf der gesamten Handlung im Mittelpunkt. Er galt jahrelang als verschollen und löst durch sein Wiederauftauchen die Handlungsreihe aus. Dem  Träger des Ringes wird sehr viel Macht verliehen. Die Gefahr besteht aber darin, dass sich dieser Ring negativ auf den Charakter des Trägers aus. Er macht aus dem Träger ein gieriges Geschöpf und vergiftet die Seele. Er steht sinnbildlich für die böse Versuchung in der Art von Evas Apfel und die Faszination für das Böse. Aus diesem Grund ist es nicht möglich den Ring für gute Zwecke einzusetzen. Allein der Besitz des Ringes macht den Besitzer besessen vom Ring und verführt ihn dazu, ihn zu benutzen. Der Zauberer und Freund der Hobbits Gandalf weiß um die Bedrohung durch den Ring und rät dazu, ihn schnell aus dem Auenland zu entfernen. Zumal es auch den Bösewicht Sauron gibt, der schon lange nach dem Ring sucht und dessen Macht dazu benutzen will, Herrscher über ganz Mittelerde zu werden und alle Lebewesen zu versklaven und zu unterjochen. So stellt es sich als sicherste Methode heraus, den Ring zu vernichten, damit er niemanden mehr Schaden zufügen kann. Zerstört werden kann der Ring allerings allein in dem Feuer, in dem er geschmiedet wurde, es nennt sich das Feuer von Mordor und liegt im dunklen Teil von Mittelerde. Ausgerechnet der kleine, junge und schüchterne Frodo, gespielt von Elijah Wood, erhält den Auftrag den Ring zum Feuer zu bringen, um ihn dort zu zerstören. Mit Hilfe seiner Freunde, des Zauberers Gandalf, der Hobbits Sam, Marry und Pippin, dem Zwerg Gimli, dem Elben Legolas und den Menschen Boromir und Aragorn, macht er sich auf die beschwerliche und abenteuerliche Reise. Dicht gefolgt von den bösen Reitern Saulons, die er geschickt hat, um den Ring zu beschaffen. Erschreckende Kreaturen stellen sich den Freunden in den Weg, so kommt es im Film zu vielen Kämpfen und spannenden Schlachten. Die Reise ist gezeichnet von Opferbereitschaft des Einzelnen für die Gemeinschaft, gegenseitige Hilfe und die Zusammenarbeit für ein gemeinsamen höheres Ziel. Jeder der Gefährten macht im Laufe des Handlungsstranges eine perönliche Entwickluing durch. Die Hoffnung auf eine siegreiche Reise und die Treue zum eigenen Volk und Land treibt die Freunde voran. Insbesondere Frodo kämpft gegen die Vergiftung seiner Seele durch den Ring an. Immer mehr wird er in den Bann des Ringes gezogen. Nur das Ziel, das Reich Mittelerde zu retten, erhält ihn aufrecht und steht über den eigennützigen Wunsch alleiniger Besitzer des Ringes zu sein. Ein Wesen, das dem Ring verfallen ist, heißt Gollum. Immer wieder taucht er im Film auf, um durch List den Ring wieder an sich zu bringen. Er symbolisiert den vom Ring verursachten psychischen und pysischen Verfall. Im großen Gefecht zwischen Gut und Böse, fehlen auch der Humor und die Romantik nicht.Viele witzige Szenen stammen aus dem Zusammenspiel der zwei Hobbit-brüder Marry und Pipin und der Hau- drauf Mentalität des kleinen Zwerg Gimli. Laut Norbert Schnabel kann der Epos Herr der Ringe nur im christlichen Kontext   vollständig verstanden werden. Es sei auffällig, dass der Film von zahlreichen biblischen Motiven und Bezügen durchsetzt ist. Vor allem die Lösung am Ende der Trilogie, in der das Kommen des richtigen Königs als Garant für den Frieden und das Wohlergehen steht, weise auf die Messiaserwartung des alten Testaments hin.


Literatur:
Kubiak, Hans- Jürgen: Die Oscar- Filme, Die besten Filme der Jahre 1927 bis 2004, S. 341 ff, Schüren, 2005.

Schnabel, Norbert: Wenn Gott ins Kino geht, 50 Filme, die man kennen muss, S. 72 ff.,Wuppertal, 2004.

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