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Findet Nemo (Finding Nemo)

von Sven Vobig

Findet Nemo ist ein Animationsfilm aus dem Hause Pixar der 2003 in die Kinos kam. Pixar, die einen Kooperationsvertrag mit den Disney Studios zu dieser Zeit hatten (mittlerweile hat Disney Pixar übernommen), legten damit ihren fünften Animationsfilm in Spielfilmlänge vor. Nach „Toy Story 1 und 2“, „das große Krabbeln“ und „die Monster AG“ sollte sich Findet Nemo zu ihrem größten Erfolg entwickeln. Alleine in den USA spielte Findet Nemo am Eröffnungswochenende 70 Millionen US-Dollar ein, zudem wurde er für vier Oscars nominiert und erhielt den Oscar für den besten animierten Spielfilm.
Die Vorbereitungen für Findet Nemo gingen bereits dreieinhalb Jahre vor dem Kinostart los. Es wurden erste Storyboards gezeichnet und die Geschichte immer weiter verfeinert. Der Regisseur ließ die gesamte Crew in den Tauchurlaub fahren, um sie auf die Aufgabe vorzubreiten eine realistische Unterwasserwelt ausarbeiten zu können, bei dieser Gelegenheit wurden auch zahllose Unterwasseraufnahmen gemacht, die als Anschauungsmaterial bei der eigentlichen Zeichenarbeit am Computer dienen sollten. Außerdem wurde das Team nach Sydney geschickt, dem Ort an dem Findet Nemo spielt. In den Studios in Kalifornien wurde zudem ein Aquarium aufgestellt, in dem alle für den Film relevanten Zierfischarten als Anschauungsmaterial gehalten wurden.
Findet Nemo ist die Geschichte des Clownfisches Marlin, der mit seinem einzigen verbliebenen Sohn Nemo, seine Frau und seine anderen Kinder wurden von einem Raubfisch gefressen, im Great-Barrier-Riff vor Australien lebt. Seit dem Tod seiner restlichen Familie ist Marlin übervorsichtig was seinen Sohn angeht, zumal dieser auch noch durch eine verkrüppelte Flosse gehandicapt ist und nicht so gut schwimmen kann. Nemo ist hingegen ein aufgeweckter Junge, der seinen Selbstständigkeitsdrang ausleben und die Welt entdecken möchte.
An seinem ersten Schultag geschieht dann die Katastrophe, nachdem Nemo aufgrund einer Mutprobe vom Riff wegschwimmt, und vom Zahnarzt Philip Sherman als Geschenk für seine furchterregende Nichte Darla gefangen wird. Nemo landet dann im Zieraquarium der Arztpraxis, wo er mit Hilfe der anderen Fische zu fliehen versucht, weil diese im mitteilen, dass Darla sein sicherer Tod sei.
Nemos Vater Merlin hingegen macht sich mit dem Hinweis einer Adresse auf einer verlorenen Taucherbrille auf die Suche nach seinem Sohn. Begleitet wird er dabei von Dory, einer Paletten-Doktorfischfrau, die ihr Kurzzeitgedächtnis eingebüsst hat und Marlin dadurch mehr als einmal an den Rand des Wahnsinns treibt. Auf ihrer Suche müssen die Beiden jede Menge Abenteuer bestehen. Sie begegnen Haien, die sich fest vorgenommen haben zu Vegetariern zu werden, bis sie durch Blut wieder an ihre Urinstinkte erinnert werden, einem Fischschwarm mit einer Vorliebe für Bilderrätsel und einem Tiefseebewohner mit einer Laterne und monströsen Zähnen. Sie werden im Innern eines Wals gefangen, wo sie sich durch Dorys Walischkenntnisse wieder befreien können, müssen eine hochgiftige Feuerquallenkolonie durchqueren und surfen schließlich mit einem Schwarm Meeresschildkröten durch die ostaustralische Strömung rasant gen Sydney.
Als der Tag von Darlas Geburtstag gekommen ist stellt sich Nemo tot, um ins Klo gespült zu werden, schließlich führen alle Abwasser ins Meer. Zur gleichen Zeit treffen Dory und Marlin mit der Hilfe des Pelikans Niels in der Arztpraxis ein, um Nemo zu retten, dieser ist allerdings bereits auf dem Weg durch die Toilette. Frustriert beschließt sich Marlin endgültig von der Nervensäge Dory zu trennen. Diese begegnet dem befreiten Nemo, erinnert sich mit der Hilfe des Wortes Sydney wieder an die ganze Geschichte und führt ein freudiges Wiedersehen zwischen Vater und Sohn herbei.


Literatur:

Friedrich, Andreas (Hg.): Filmgenres. Animationsfilm, Stuttgart 2007.

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