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Aktuelle Krankheiten im Fokus der Gesundheitspolitik

Eine populäre und zugleich erschreckende Krankheit unserer Zeit ist der HIV- Virus. Aids ist eine tödliche Immunschwächekrankheit. Laut Lexikon steht Aids für die Abkürzung für das erworbene Immun- defekt Syndrom, welches erstmals 1981 in den USA erläutert wurde und weltweit verbreitet ist. Weiterhin wird es übertragen durch Ansteckung mit dem humanen Immuninsuffizient Virus, welches auch als HIV 1 und HIV 2 bezeichnet wird. Virus spezifische Antikörper lassen sich nach fünf bis sechs Wochen nach einer Ansteckung im Körper nachweisen.[1] Im Jahr 2006 waren 39,5 Millionen Menschen mit dem HIV – Erreger infiziert, was in einem Bericht eines Aids- Bekämpfungsprogrammes der Vereinten Nationen zu ersehen ist. Gestorben an der schlimmen Krankheit sind sogar 2, 9 Millionen Menschen. [2] Am Anfang der Krankheit steht eine geschwächte Immunabwehr. Die ersten Symptome sind Müdigkeit, Durchfall, Fieber und die Schwellung von Lymphknoten. Danach folgen Lungenentzündungen, die durch Pilz- Infektionen hervorgerufen werden. Meist endet Aids tödlich, weil der Körper den vielen Krankheiten erliegt. Die Übertragung der Krankheit erfolgt durch Geschlechtsverkehr, Blutkonserven, oder Spritzen. Am stärksten tritt die Krankheit in Ostasien, Osteuropa, Zentralasien und natürlich Afrika auf. Afrika ist das am Stärksten von Aids betroffene Land, denn dort wohnen 63 Prozent der weltweit an Aids erkrankten Menschen. In Deutschland wurden im ersten halben Jahr des Jahres 2006 1197 HIV Fälle gemeldet, was der Anzahl in den Vorjahren ähnlich ist. Daher gibt es in Deutschland eine recht stabile Aids- Rate. Für Kinder, die sich bei ihrer Mutter vor oder nach der Geburt mit dem HIV – Virus anstecken ist es besonders schwer. Es sind Kinder, die schnell sterben werden, so erreichen die meisten nur ein Alter von zwei Jahren. Die Pharmaforschung hat bisher noch kein wirksames Gegenmittel gegen Aids gefunden. Es gibt nur Medikamente, die die Symptome behandeln und so das Leben des Erkrankten noch ein wenig verlängern. Es werden schon europäische Aufklärungsmitarbeiter nach Afrika gesandt, die den Gebrauch und die Wirkung von Kondomen beim Geschlechtsverkehr erklären, damit die Ansteckung an Aids eingedämmt wird. Es leben immer noch genügend Menschen gänzlich ohne Behandlung, obwohl es schon viele Hilfsorganisationen und Regierungsspendern zu diesem Zweck gibt. Im Gegensatz zur Krankheit Aids, die eher die armen Menschen trifft, gibt es auch eine sehr junge Krankheit, die die Menschen aus den Wohlstandsgesellschaft betrifft. Es ist die Fettsucht, als Fachbegriff Adipositas genannt. Adipositas stellt starkes Übergewicht bzw. Fettleibigkeit dar und macht derzeit vor allem den Gesundheitspolitikern Sorgen.  Sie stellt eine chronische Gesundheitsstörung dar, die mit einem Risiko für die Erkrankung an Diabetes, Bluthochdruck, Gelenkverschleiß und einer niedrigeren Lebenserwartung einhergeht. Die Fettleibigkeit der Bevölkerung nimmt seit Jahren stetig zu. In ganz Europa gibt es einen Anteil von 27 Prozent der Männer und 38 Prozent aller Frauen, die übergewichtig sind. [3] Übergewicht lässt sich messen mit Hilfe des Body- Mass- Index (BMI). Dabei dividiert man das Körpergewicht durch das Quadrat der Körpergröße. Eine Kategorie für übergewichtige Erwachsene ist der BMI- Wert ab 25, wobei man ab einem Wert von 30 als fettsüchtig bzw. krankhaft übergewichtig gilt. Von einem Wert ab 18,5 – 25 ist man normalgewichtig. Der BMI erscheint aber als absoluter Wert etwas unkonkret und unzureichend, da der Anteil an Fett- und Muskelgewebe, sowie die individuelle Statur nicht berücksichtigt werden. Die Ursachen für eine krankhafte Fettleibigkeit sind zum einen genetisch bedingt. Aber auch Konsequenzen der modernen Gesellschaft und des technischen Fortschritts, wie Bewegungsmangel, ein Überfluss an Nahrung, falsche Ernährungsgewohnheiten, ein Rückgang der Esskultur und psychische Belastungsfaktoren, wie Stress oder Traurigkeit sind wesentliche Faktoren, die ein Adipositas begünstigen. Vor allem die industriell hergestellten Nahrungsmittel mit hohem Zucker- und Fettanteil, dabei aber einem geringen Anteil an biologischer Wertigkeit sind Katalysatoren der Fettleibigkeit. Die Gesundheitspolitik ist momentan dabei ihrer sozialen Verantwortung nachzukommen und plant Maßnahmen, um Übergewicht vorzubeugen und zu vermindern. Auch europaweit lenken die Regierungen ein und trafen sich in Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im November 2006 in Istanbul zu einer Konferenz zu Bekämpfung der Fettleibigkeit. Es wurden Richtlinien in der „Europäischen Charta der Bekämpfung der Adipositas“ festgelegt.[4]  Wesentliche Zielvorstellungen sind,  dass die Adipositas mit seinen Folgeerkrankungen als eine Krankheit kategorisiert werden soll und somit in Gesundheitsprogramme aufzunehmen ist und dass verstärkt an der Prävention gearbeitet werden muss. Dies kann durch Schulungsprogramme an Schulen und der Förderung von körperlicher Bewegung erreicht werden.


Textangaben:

1.DUDEN, Das neue Lexikon in zehn Bänden, Band 1,  Meyers Lexikonredaktion (Hrsg.), Mannheim, 1996, Stichwort „Aids“.
2.Der Fischer Weltalmanach 2008, Zahlen, Daten, Fakten, Frankfurt am Main, 2007, S. 38.
3. Der Fischer Weltalmanach 2008, s.o., S. 40.
4.Der Fischer Weltalmanach 2008, s.o., S.40.

Literatur:
Der Fischer Weltalmanach 2008, Zahlen, Daten, Fakten, Frankfurt am Main, 2007, S. 38 – 41


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