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Ernährung

In Deutschland sind etwa zwei Drittel aller Männer und die Hälfte der Frauen übergewichtig. Schuld daran sind neben einer zu geringen Bewegung auch falsche Ernährungsweisen und zu viel ungesunde Kost.1

Mit der täglichen Nahrung sollen die Grundnährstoffe Proteine, Kohlenhydrate und Fette im geeigneten Verhältnis, sowie die lebenswichtigen Mineralstoffe, Vitamine, Spurenelemente sowie Ballaststoffe aufgenommen werden. Bei einer richtig zusammengestellten Ernährung sollen etwa 60% des Energiebedarfs aus Kohlenhydraten, 25% aus Fetten und rund 15% aus Proteinen erfolgen. Da der Bedarf von Proteinen von der Lebenssituation abhängt, sollten Jugendliche, ältere Menschen und stillende Frauen einen erhöhten Anteil Proteine zu sich nehmen.2 Die Proteine sind zu verschiedenen Anteilen aus essentiellen Aminosäuren zusammengesetzt, deshalb sollten nach einer Empfehlung der deutschen Gesellschaft für Ernährung mindestens 20g pro Tag der Proteine tierischer Herkunft sein.3 Bei falscher Zusammensetzung der Nahrung kann es auch bei mengenmäßig ausreichender Ernährung zu Mangelerscheinungen kommen. Verschiedene Nährstoffe können sich nicht gegenseitig ersetzen, so dass Mindestmengen erforderlich sind. Es sind insgesamt etwa 50 essentielle Substanzen bekannt, die mit der Nahrung aufgenommen werden müssen.

Auf Grund der Änderung der Ernährungsgewohnheiten seit dem vorletzten Jahrhundert, insbesondere die verstärkte Aufnahme von Fetten und Einfachzuckern, aber auch der Zusatz von Farb- und Konservierungsstoffen, hat die Ernährung teilweise erheblich verändert. Besonders zu erwähnen ist hier die Zunahme der Fertigprodukte und dem Anteil an Fast Food. Im Gegenzug ist der Anteil körperlich anstrengender Arbeiten erheblich gesunken. Zu den ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten zählen vor allem Zahnkaries und Parodontose, Erkrankungen des Bewegungsapparates, wie Gicht und Rheuma, die meisten Erkrankungen der Verdauungsorgane wie Diabetes, Gefäßerkrankungen, wie Arteriosklerose und Herzinfarkt aber auch eine mangelnde Infektabwehr.4

Tipps für eine gesunde Ernährung
Obst und Gemüse
Als Grundlage für eine gesunde Ernährung ist die reichliche Versorgung mit Obst und Gemüse. Es sollten jeden Tag zwischen 500 und 800 Gramm sein, ruhig auch gekocht, tiefgekühlt oder als Saft. Frische Zutaten sind jedoch am besten. Sie können Äpfel oder Bananen zum Frühstück essen, am besten frisch in das Müsli geschnitten. Ihre Hauptmahlzeiten genießen Sie am besten mit einer üppigen Gemüsebeilage oder essen Sie Gerichte die hauptsächlich aus Gemüse bestehen. Auch ein Salat sollte auf dem täglichen Speiseplan nicht fehlen.
Fette
Die Zufuhr an Fetten sollte zu mindestens einem Drittel aus ungesättigten Fettsäuren bestehen, sie sind für gesunde Blutfettwerte unverzichtbar. Maximal ein Drittel der Fettsäuren sollten mehrfach ungesättigt sein. Dazu gehören beispielsweise die Omega-3-Fettsäuren, die Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen können. Achten Sie auch auf versteckte Fette in Wurst oder Gebäck.
Trinken
Achten Sie darauf dass Sie jeden Tag genug Flüssigkeit zu sich nehmen. Der Körper braucht etwa  2 Liter Wasser. Das Durstgefühl setzt jedoch erst ein wenn der Körper zu viel Flüssigkeit verloren hat, gerade deshalb sollten ältere Menschen gerade zwischendurch etwas trinken.


Literatur
1. Stiftung Warentest, Spezial: Gesunde Ernährung, 13.10.2007
2. Brockhaus
3. Ernährungsbericht 1984, herausgegeben von der deutschen Gesellschaft für Ernährung.

4. Bruker, Dr. med. M.O., Unsere Nahrung unser Schicksal; Verlag für Ernährung, Medizin und Umwelt, 1986

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