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Apotheke

Apotheken sind Orte, an denen Medikamente abgegeben und zu einem kleinen Teil auch hergestellt werden. Das Versorgungsnetz in Deutschland umfasst ungefähr 21500 Apotheken.
Zum Personal einer Apotheke gehören neben dem Apotheker die Apothekerassistenten, die Pharmazieingenieure, die pharmazeutisch-technischen Assistenten (PTA) und die  pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten (PKA). Dieses Fachpersonal ist in Apotheken gesetzlich vorgeschrieben, da es sich bei Arzneimitteln um Waren besonderer Art handelt, die einer besonderen Beratung seitens der Angestellten bedürfen. Pharmazeutisch-technische Assistenten dürfen gar nur unter Aufsicht des Apothekers handeln. Des Weiteren sind neben der Zusammensetzung des Personals aber auch noch die Räumlichkeiten, in denen sich eine Apotheke niederlassen darf, strengen Regelungen unterworfen. So muss eine Apotheke mindestens eine Grundfläche von 110 m² haben, alle Räume müssen zugänglich sein, ohne dass man die Apotheke verlassen muss (eine Ausnahme bilden Räume, in denen Zytostatika gelagert werden) und all diese Räume müssen hygienisch vollkommen sauber sein. All das ist in der Apothekenbetriebsordnung (ApoBetrO) festgeschrieben. Dort ist außerdem noch festgelegt, dass eine Apotheke neben der Offizin, dem Verkaufsraum der Apotheke, ein Laboratorium zum Herstellen der Medikamente, eine Rezeptur, ein Nachtdienstzimmer und ausreichend Lagerraum zur Verfügung haben muss.
Auch das Inventar einer Apotheke ist streng geregelt. So muss in der Apotheke ausreichend Fachliteratur vorhanden sein, um Arzneimittel und ihre Ausgangsstoffe prüfen und herstellen zu können, um den Kunden umfassend über Medikamente und ihre Wirkstoffe informieren zu können, sowie die Texte, in denen die gültigen Regelungen des Apotheken-, Arzneimittel-, Betäubungsmittel-, Heilmittelwerbe- und Chemikalienrechts festgehalten sind. Außerdem muss die Apotheke ein großes Sortiment an  Chemikalien und Medikamenten auf Vorrat haben und ausreichend Verbandmaterial, Einwegspritzen und Einwegkanülen. Welches Inventar eine Apotheke aufweisen muss, ist im Detail in der Apothekenbetriebsordnung festgehalten.
Die Notwendigkeit von Apotheken ergibt sich durch die Tatsache, dass viele Medikamente in Deutschland einer besonderen Beratung bedürfen. Solche Arzneimittel unterliegen der Apothekenpflicht, die im Arzneimittelgesetz geregelt ist. Bei anderen Medikamenten geht der Gesetzgeber sogar noch weiter: Sie dürfen nur auf ärztliche Anordnung abgegeben werden. Solche Medikamente nennt man dann verschreibungspflichtig, weil sie der Apotheker nur auf ein ärztliches Rezept hin an den Kunden weitergeben darf.
Geschichtlich lässt sich die Apotheke als Forschungsstätte und Handelsunternehmen bis zur ersten Jahrtausendwende zurückverfolgen. Ihren historischen Ursprung haben die Apotheken aber viel früher in den unterschiedlichen Traditionen zur Behandlung von Kranken. Jede Kultur hat dazu seinen Beitrag geleistet; sei es das Römische Reich oder Byzanz.
Das Wort Apotheke leitet sich aus dem griechischen ab. „Apotheca“ wurde in mittelalterlichen Klöstern der Raum genannt, in dem die Heilkräuter aufbewahrt wurden.
Das Symbol der heutigen Apotheken ist das „rote A“ mit der Äskulapschlange und der Giftschale. Dieses deutschlandweit einheitliche Symbol, das auch Symbol des deutschen Apothekerverbandes (DAV) ist, wurde 1951 eingeführt. Es ist eine Weiterentwicklung des Gewinnermodells eines Wettbewerbs von 1936, eines roten A's mit einem weißen Kreuz. Der Reichsapothekerführer Albert Schmierer lies dann aber das weiße Kreuz durch die altgermanische Man-Rune ersetzen, die im Runenalphabet für den Buchstaben m steht, und machte aus dem ehemals roten, ein weißes Kreuz. Vor dem Apotheken-A gab es noch ein weiteres einheitliches Zeichen für Apotheken: das Dreilöffelzeichen. Nach einem Entwurf von Rudolf Weber zeigte es eine Medizinflasche und drei Löffel, die Symbol für das dreimalige Einnehmen von Arzneimitteln sein sollte. Diese Symbol war aber bei Weitem nicht so weit verbreitet, wie es das heutige ist.


Literatur: Bedürftig, Friedemann: Geschichte der Apotheke. Köln, ohne Jahresangabe.

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