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Die zehn häufigsten Fehler bei der Baufinanzierung

Familiäre Belastung durch zu hohe Tilgungsraten
Wenn man bei der Finanzierung des Wohneigentums für die zu hohen Tilgungsraten entscheidet, bleibt einem kaum ein finanzieller Spielraum für die Familie übrig. Es kann  kein neues/zweites Auto oder ein Fernurlaub im Plan stehen. Die Familienangehörigen wären kaum glücklich, auf Dauer auf viele verlockende Unterfangen oder Neuerwerbungen zu verzichten.
Das erstbeste Finanzierungsangebot annehmen
Man soll nicht blind dem Vermittler vertrauen, denn sie arbeiten vor allem für ihre Provision und nicht selten bieten keine guten Objekte. Man soll sich unbedingt mit dem Thema auseinandersetzen und mehrere Angebote einholen. Ein bei einem örtlichen Amtsgericht zugelassener Honorarberater oder Berater bei einer Verbraucherzentrale können helfen, das Angebot einzuschätzen.
Bei der Darlehenssumme zu hohe Eigenleistungen zu Grunde legen
Manchmal meint man, mehrere Bauarbeiten selbst erledigen zu können. Doch die „Muskelhypothek“ wird oft überbewertet – es entsteht für den Bauherrn eine Doppelbelastung durch die Arbeit und zu erledigenden Hausbau, ein weiterer großer Nachteil ist, dass auf die eigenen Leistungen bei Renovierungen oder Bau keine Garantieabsicherung nach Verdingungsordnung für Bauleistungen (VOB) gibt.
Abschluss zu teurer Versicherungen
Wenn der Finanzierungsermittler vorschlägt, alle Dienstleistungen aus einer Hand zu bekommen, indem dem Käufer alle Bauversicherungen, Wohngebäude- oder Hausratversicherungen mit angeboten werden, muss das nicht unbedingt eine Pflicht bedeuten, die Versicherungsleistungen bei einem Anbieter abzuschließen: oft sind sie gar nicht die günstigsten.
Alle Barmittel zur Finanzierung einsetzen
Wenn man alle Barmittel zu Finanzierung einsetzt, steht man ganz leer da, wenn es um die Inneneinrichtung oder den Umzug gehen soll. In diesem Zusammenhang ist an die Grunderwerbsteuer, Maklercourtage, Wertgutachten oder  Kreditnebenkosten zu denken.
Bei absehbaren Finanzierungsschwierigkeiten die Finanzgeber zu spät benachrichtigen
Wenn die Finanzierungsschwierigkeiten kommen, ist dies keine Lösung, das Problem „auszusitzen“ – das ist einer der häufigsten Gründe, warum die Immobilienfinanzierungen platzen und das Wohneigentum versteigert werden muss. Wenn die Baufinanzierer die Arbeit verlieren oder über die längere Zeit krank bleiben, ist das sofortige Gespräch mit der Bausparkasse bzw. Bank ein Muss: bei gutem Ausgang lässt sich der Tilgungszeitraum strecken oder die zu zahlenden Beträge zu stunden.
Geringfügige Verdienste in die Finanzierungplanung mit einbeziehen
Die Arbeitsstellen mit geringfügigen Einkommen sind in der Regel nicht langfristig ausgelegt und können nicht in solide Finanzierungsplanung eingebaut werden. Der bessere Weg ist, dieses Einkommen zurückzulegen oder als Reserve zu verwenden, wenn die Finanzierung durch Krankheit oder Arbeitslosigkeit gefährdet werden sollte.
Zu hohe Tilgungen vereinbaren
Eine optimale Finanzierung zeichnet sich durch eine niedrige monatliche Belastung bei hoher Zinsstabilität und geringen Gesamtkosten aus. Zu hohe Tilgungen führen leider all zu oft zum finanziellen Ende der Haushaltskasse. Optimal sind daher die Tilgungsraten von einem Prozent jährlich.
Die während der Bauzeit anfallenden Kosten unterschätzen
Das normale Leben muss auch während der Bauzeit gelebt werden und die Miete muss noch bezahlt werden. Das Problem ist unter anderem durch vorausschauendes Handeln zu lösen.

Die Originalunterlagen an den Finanzvermittler aushändigen
Eine Faustregel lautet, die Originalunterlagen immer nur bei sich behalten und den Finanzvermittlern nur die Kopien zu Verfügung stellen. So vermeidet der Bauherr eine zeitliche Verzögerung bei einem eventuellen Anbieterwechsel – die Unterlagen müssen nicht zurückgefördert werden. Außerdem entgeht man auch einem Betrugsrisiko – sollten die Originalunterlagen einem unanständigen Anbieter in die Hände kommen, können sie mit dem Ziel Betrug leicht missbraucht werden.


Quelle:

Schulze, Eike/Anette Stein: Die optimale Immobilienfinanzierung. 2. Auflage, Freiburg 2004

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