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Immobilienmakler

Ein Immobilienmakler steht als Mittler zwischen dem Verkäufer bzw. Vermieter einer Immobilie und dem Käufer bzw. Mieter. Der Beruf des Immobilienmaklers, ist der eines Händlers, der Vermittlung von Immobilien sein Geld auf Provisionsbasis verdient. Immobilien sind dabei unbewegliche Sachen, wie Grundstücke und Gebäude. Ein Makler, der eine Maklerlizenz erworben hat kann nicht nur mit Immobilien, sondern auch mit Finanzen und Versicherungen handeln. So ist ein Makler ein Gewerbetreibender, der Gelegenheiten zum Abschluss von Verträgen nachweist und Verträge vermittelt und zu einem erfolgreichen Vertragsabschluss ein Erfolgshonorar in Form des Prozentsatzes von der Umsatzsummer erhält.[1] Der Immobilien - Makler arbeitet meist mit einer Interessenliste, welche Adressen von Interessenten enthält, die eine besondere Immobilie suchen und bei vorliegenden Angeboten kontaktiert werden. Zudem nimmt der Makler auch andere Anrufe und Nachfragen von Interessenten entgegen. Er schreibt Exposés zu den zu verkaufenden oder zu vermietenden Objekten und führt Besichtigungstermine durch. Die Provision kann vollständig vom Käufer oder Mieter, aber auch anteilig von beiden Parteien getragen werden. Nimmt man einen Makler in seinen Dienst, dann schließt man mit ihm einen Maklervertrag. Rechtlich geregelt ist der Mäklervertrag in §§ 652, 653 BGB, in denen die Pflichten und der Mäklerlohn geregelt sind. In § 652 I BGB heißt es, dass der Auftraggeber für den Makler nur zu einer Lohnzahlung verpflichtet ist, wenn der Makler eine erfolgreiche Vermittlung durchführen konnte. Es ist gemäß § 652 II BGB aber eine Aufwandsentschädigung zu leisten. Es gibt verschiedene Arten von Maklerverträgen. Zum einen gibt es einen Makleralleinauftrag und einen qualifizierten Makleralleinauftrag. Bei dem ersten Vertrag darf der Auftraggeber keinen anderen Makler beauftragen, während er bei dem qualifizierten Makleralleinauftrag selbst nicht an der Vermittlung seines Objektes mitwirken darf.  In § 652 I BGB  ist der Makler entweder ein Vermittlungsmakler oder ein Nachweismakler. Der Nachweismakler erhält den Provisionsanspruch durch den Beweis, dass ein potentieller Vertragspartner gefunden ist, der lediglich noch vom Auftraggeber zu kontaktieren ist, um den Vertragsabschluss zu vollziehen. Der Vermittlungsmakler ist zu dem für den Vertragsschluss zuständig und erhält danach seinen Lohn.  Jeder der Vertragsparteien hat Rechte und Pflichten. Der Makler hat die Interessen seines Auftraggebers zu wahren, seine Tätigkeit muss denen eines ordentlichen Kaufmanns entsprechen und er hat die Informationen seines Auftraggebers richtig umzusetzen und weiterzugeben. Die Laufzeit eines Maklervertrages kann man im Vertrag selbst festlegen, es handelt sich hierbei um dispositives Recht, welches man frei gestalten kann. Bei Abschluss eines Makleralleinauftrages ist aber mit der besonderen Vertragsart die Bedingung geknüpft, dass nur ein befristeter Vertrag vereinbart werden kann. Ein Maklervertrag ist aber stets zu Ende, wenn das Objekt, um welches im Wesentlichen des Vertrages ging, vermittelt worden ist. Makler sind in der Hinsicht selbständig tätig, als dass sie kein Festgehalt verdienen, sondern immer erst nach erfolgreicher Vermittlung eine Entlohnung enthalten. Allein ein Vertragsabschluss berechtigt den Makler noch nicht zu einem Anspruch auf Provision, denn Leistung wird immer durch eine Gegenleistung erbracht. Der Vertragszweck kann zum Beispiel der Verkauf eines Hauses sein. Wenn der Makler mit einem vom Auftraggeber gewählten Interessenten einen wirksamen Kaufvertrag geschlossen hat, so hat er seine Leistung erbracht. Ein wirksamer Kaufvertrag liegt vor, wenn dieser notariell beurkundet ist, die behördlichen Genehmigungen aufweist und keine Vertragspartei von ihrem Rücktrittsrecht Gebrauch gemacht hat. Schließlich muss der Kaufvertrag mit einem Dritten abgeschlossen worden sein, den Eigengeschäfte werden nicht entlohnt. Eine Provisionsbedingung ist, dass der Makler einen ursächlichen Anteil für den Vertragsabschluss gehabt hat. Dies ist der Fall, wenn der Makler bei Kaufinteressenten den letzten Anstoß zum Vertragsabschluss geweckt hat oder wenn er die Bereitschaft des Interessenten einen Vertrag abzuschließen gefördert hat. Der Makler verwirkt seinen rechtlichen Provisionsanspruch, wenn er entgegen der Interessen des Verkäufers handelt oder dessen Vertrauen verletzt. Sollte der Auftraggeber eine vertragliche Pflicht verletzen, kann er zu Schadensersatzansprüchen verdonnert werden. Ein Makler arbeitet in der Regel gleichzeitig für mehrere Auftraggeber und darf dadurch auch nicht die Interessen eines einzelnen beeinträchtigen, so eventuell durch Konkurrenzverhältnisse zweier Auftraggeber. Ein Beispiel für einen erfolgreichen Immobilienmakler bietet der Spekulant Andreas Panayiotou aus London. Er kauft vorzugsweise große Immobilien in Europa und befindet sich auf einer Liste der Sunday Times, die die reichsten Männer der Großbritanniens aufstellt. Vor allem der Finanz- und Immobilienplatz London ist in den letzten Jahren aufgestiegen. So sind wohl auch die Kaufpreise schneller gestiegen als die Mietpreise. Aber auch wenn die Immobilienpreise derzeit in den Keller gehen, der Markt für die ganz Reichen der Reichen wird weiterhin bestehen. So hat Panayiotou das beste Hotel in Cambridge und ein Schloss in Schottland gekauft, welche alle fünf Sterne haben und der Luxusklasse angehören. Der gute Immobilienmakler kann also immer Geld machen, wenn er sich das richtige Metier auswählt.


Textangabe:
Vgl. DUDEN, Das neue Lexikon in zehn Bänden, Band 6, Meyers Lexikonredaktion (Hrsg.), Mannheim, 1996, Stichwort „Makler“.
Literatur:
1.Reinke, Kornelia: Immobilienrecht, Chancen und Risiken beim Umgang mit Immobilien, Berlin, 2007.
2.Hüetlin, Thomas: Ein smarter Hai, in „Der Spiegel“, Ausgabe Nr. 1 vom 31.12.07, S.48 – 52.


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